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basic artikel:
communismus
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viele leute, die das wort kommunismus hören, denken sofort an ein
feststehendes dogma. an ein vorgefertigtes system, eine ideologie, welche
jetzt in den köpfen der kommunisten feststeht und ihnen zufolge umgesetzt
werden muss. die naheliegende schlussfolgerung folgt dann meist sofort "der
kommunismus ist nicht möglich, weil er mit den menschen nicht zu machen
ist".
leider war und ist es so, dass viele menschen die sich auf den
kommunismus beriefen und berufen, auch so denken, als müssten sie nur den
bestehenden staat stürzen, einen neuen aufbauen und mit diesem dann die
menschen zu einer besseren gesellschaft zu erziehen. beispielsweise die "ddr"
hat bewiesen, dass kommunismus keine frage des staates oder der erziehung ist!
auf alle diese theorien kann man wirklich nur antworten, dass sie nicht zu verwirklichen sind.
revolution ist mehr, als nur ein "staatsstreich".
wirkliche revolutionäre hingegen sollten solche ideologien und
zukunftsschlösser nicht interessieren, - sie sind nur hinderlich. denn es muss
ja gerade im gegenteil von der jeweiligen konkreten gesellschaft ausgegangen
werden - also vom kapitalismus. nur in dieser gesellschaft liegen auch die
konkreten möglichkeiten, wo sie sich hinentwickelt und was aus ihr werden
kann.
der kommunismus als "kind des kapitalismus"
in diesem sinne schrieb marx schon 1846: "Der Kommunismus ist für uns nicht
ein Zustand, der hergestellt werden soll, ein Ideal, wonach die Wirklichkeit
sich zu richten haben [wird]. Wir nennen Kommunismus die wirkliche Bewegung,
welche den jetzigen Zustand aufhebt. Die Bedingungen dieser Bewegung ergeben
sich aus der jetzt bestehenden Voraussetzung."
wenn man die "jetzt bestehenden Voraussetzung", also die jetzige
gesellschaft analylsiert (und zwar nicht nur ihre schattenseiten sondern auch
die schon angelegten progressiven elemente), fallen z.b. folgende punkte
auf:
die lohnarbeit hat einerseits zu eigenverantwortung der menschen geführt, muss die
arbeit aber andererseits trotzdem einem zwangsregime unterwerfen...
produktivkräfte sind soweit entwickelt, dass ein leben in "saus und braus"
möglich wäre, wenn sie für die gesellschaft genutzt würden, aber ihre entwicklung im
kapitalismus führt zur naturzerstörung, gesellschaftlichem elend und krisen.
der staat scheint zwar einerseits immer grösser und massiver zu werden, dies aber
aufgrund seiner repressiven und bürokratischen funktionen, die für die gesellschaft nicht
nützlich sind (z.b. werden parteien immer überflüssiger). andererseits wird er für die
kapitalverwertung zu teuer und wird im sozialen bereich und in der produktionskontrolle
abgebaut
die lokale borniertheit der menschen hebt sich auf - erst entwickelte sich
die nation gegen dass mitelalter - mitlerweile ist auch der rahmen der
nation zur fessel geworden (eu, euro, globalisierung, weltmarkt)
banken und aktienkapital, börse und kredit, genossenschaften in allen
gesellschaftsbereichen zeigen die enteignung der kapitalisten
durch ihre eigene produktionsweise und die vergesellschaftung der
produktion - wenn auch nur negativ. die vergesellschaftung ist keine wunschvorstellung,
sondern eine notwendigkeit, die der kapitalismus selbst produziert, aber
nicht verwirklichen kann. u.a. gibt es deshalb krisen und naturzerstörung.
da sich diese gesellschaftlichen formen aber im widerspruch zur bestehenden
gesellschaft entwickeln, produzieren sie nicht nur die schattenseiten des
kapitalismus sondern auch die möglichkeit zu seiner überwindung.
auch die formen des kommunismus, soweit vorhersagbar, ergeben sich aus der
entwicklung des kapitalismus:
z.b. gesellschaftliche produktivkräfte -> gesellschaftliches eigentum!
z.b. weltmarkt -> gegen nation!
z.b. alle werden lohnarbeiter -> aufhebung der klassen!
z.b. zerfall der familie -> gleichberechtigung und gesellschaftliche kindererziehung!
z.b. staatsabbau und eigenverantwortung -> selbstverwaltung und selbstbestimmung!
also: was für bürgerliche ideologien aussieht wie eine schöne utopie, für revolutionäre
wie erstrebenswerte kampfziele, ist das denken, das der kapitalismus selbst produziert!
wir sehen, der kommunismus ist kein vorgefertigtes system, keine
ideologie, welche hinter die freien entwicklungsmöglichkeiten dieser
gesellschaft zurückführt. der kommunismus ist im gegenteil die befreiung
der progressiven tendenzen der jetzigen gesellschaft von ihren kapitalistischen
fesseln, von den beschränkungen durch das bürgerliche eigentum. die möglichkeit
des kommunismus ergibt sich aus diesen progressiven tendenzen, seine notwendigkeit aus den katastrophalen folgen der beschränkungen.
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