
die ware arbeitskraft
die arbeitskraft ist im kapitalismus eine ware. wie jede ware wird sie ge- und verkauft. arbeitskraft beschreibt das arbeitsvermögen, dass ein mensch hat und welches er auf dem arbeitsmarkt verkaufen kann. die meisten menschen müssen sie verkaufen, um mit dem erlös (=lohn) lebensmittel zu kaufen. lebensmittel ist hier in einem weiten sinne gefasst: als alles, was ein mensch in unserer gesellschaft zum leben braucht - also auch miete, information, mobilität etc. die arbeitskraft in der produktion
im produktionsprozess kauft der kapitalist arbeitskraft zu ihrem marktpreis. zusammen mit seinen maschinen lässt er diese dann produzieren. das besondere an der ware arbeitskraft ist, dass sie, wenn sie in aktion tritt, mehr werte produzieren kann, als sie selber wert ist. also dass sie mehr arbeiten kann, als zum blosen produzieren der lebensmittel nötig wäre. dass heisst, dass der kapitalist die hergestellten waren teurer verkaufen kann, als er für maschinen, rohstoffe etc. und arbeitskraft aufgewendet hat. dieser zusätzlich geschaffene wert heisst mehrwert und ist der grund, warum der kapitalist profit machen kann, obwohl er alles zu seinen werten kauft und verkauft. auswirkungen von produktionssteigerungen
der wichtigste hebel zur senkung der herstellungskosten ist die produktivitätssteigerung. das bedeutet, dass das einzelne produkt mit weniger arbeitseinsatz hergestellt werden kann. häufigstes mittel dazu sind verbesserte maschinen und werkzeuge. wenn die anzahl der verkauften produkte gleich bleibt, gibt es zwei möglichkeiten, die eingesparte arbeitszeit zu nutzen: weniger arbeiter bei gleicher arbeitszeit oder weniger arbeitszeit bei gleicher anzahl der arbeiter. für den kapitalisten kommt nur die erste möglichkeit in frage. da der wert der ware arbeitskraft konstant bleibt (damit auch der lohn also die kosten für das kapital), können diese kosten nur gesenkt werden, wenn weniger arbeiter die gleiche anzahl von produkten herstellen. produktion und arbeitslosigkeit
der kapitalist interessiert sich, in seiner rolle in der produktion, nur für lohnarbeit. er stellt nur so viele lohnarbeiter ein, wie er zur durchsetzung seiner profitinteressen braucht. 'überschüssige arbeitskräfte', also arbeitslose, interessieren hierbei nur, wenn sie sich zur drückung des lohns oder der arbeitsbedingungen nutzen lassen. kein kapitalist kann es sich leisten, 'aufgrund von sozialer verantwortung' o.ä. zusätzliche arbeiter einzustellen. lösungsvorschläge der bürgerlichen politik
die meisten hoffnungen der bürgerlichen politk setzen auf ein 'erhöhtes wirtschaftswachstum' um das problem der arbeitslosigkeit zu lösen. dieses wachstum wollen sie mit den verschiedensten mitteln fördern. die hoffnung dabei ist eine ausweitung der produktion, also dass mehr produkte hergestellt werden. wenn diese erweiterte produktion auf gleicher produktivitätsstufenleiter stattfinden würde, müssten mehr arbeiter eingestellt werden. da es aber immer auch produktivitätssteigerungen gibt, haben allerlei institute und vereine schon 'wirtschaftswachstumsgrenzen' errechnet, ab denen das wachstum auch neue arbeitsplätze schaffen soll. |
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